Postfrisch und gestempelt

Briefmarkendauerschau in der Postfiliale Götzis

 

Sankt-Ulrich-Straße 48, 6840 Götzis
Öffnungszeiten der Postfiliale :
Montag bis Freitag: 08:00 bis 12:00, 14:00 bis 17:30 Uhr

 

Bereits seit November 2015 bestückt der Philatelie-Club Montfort eine kleine aber feine Dauerausstellung in der Postfiliale Götzis. In den zur Verfügung stehenden vier Rahmen zeigen Mitglieder des Clubs in 14-tägigem Wechsel Auszüge aus Ihren Sammlungen. Durch das großzügige entgegenkommen des Filialleiters Markus Christof wurde die Ausstellung, die ursprünglich auf ein Jahr ausgelegt wurde, nun auf unbestimmte Zeit verlängert. Damit erhalten die Besucher der Postfiliale weiterhin die Möglichkeit, sich an den ständig wechselnden Exponaten zu erfreuen und – mit ein wenig Zeitaufwand – immer wieder auf etwas Neues oder Unbekanntes zu stoßen.

 

 

Ausstellungszeitraum vom 06. bis 27.10.2017

Gerhard Köchl

Die Jagd auf Fehler in der schönen österreichischen Trachtenserie 1948-1952

Niemand ist fehlerlos - auch nicht die Österreichische Staatsdruckerei. Die Trachtenausgabe war bis zum 30.6.2002 frankaturgültig (ab 1.1. bis 30.6.2002 auch in Kombination mit Euro-Briefmarken) und wurde in der Österreichischen Staatsdruckerei auf unterschiedlichem gelblichweißem bis weißem Papier gedruckt. Die Herstellung erfolgte im Rastertiefdruck, der Wert zu S 10,-- wurde im Stichtiefdruck hergestellt. Die Entwürfe stammen von Prof. J. Seeger, der Stich des Wertes zu S 10,-- besorgte Prof. Ranzoni.

1 Rahmen

 

Franz Zehenter

Genfer Konvention und Weltflüchtlingsjahr 1959/60

Zu den schwerwiegendsten Folgen politischer Umwälzungen der letzten Jahrzehnte - und dabei insbesondere des Zweiten Weltkrieges - gehören die Flüchtlingsströme von Millionen aus ihrer Heimat vertriebener Menschen. Am 7. April 1960 war ein bedeutsamer Tag in der Geschichte der Weltpost. Etwa 70 selbständige Staaten verausgabten damals aus Anlass des Weltflüchtlingsjahres 1959/60 gleichzeitig Briefmarken und trugen damit bei, dass Millionen von heimatlosen Menschen wieder Hoffnung fassten.

1 Rahmen

 

Harald Staffler

Unendliche Geschichte: Aus grauer Vorzeit - oder: Was schon da war …

Am 1. Juni 1850 wurden in Österreich die ersten aufklebbaren Briefmarken eingeführt. Dabei ergab sich die Frage, wie diese entwertet werden sollten um eine Wiederverwendung zu verhindern. Österreich war das erste Land, das keine besonderen Entwertungsstempel einführte - wie z.B. Großbritannien das Malterserkreuz oder die Schweiz eine schraffierte Raute - sondern von Anfang an die bereits aus der Vorbriefmarkenzeit vorhandenen Ortsstempel auch zur Entwertung der Marken einsetzte. Hier werden ausschließlich Stempelabschläge gezeigt, welche bereits vor der Einführung der Marken im Einsatz waren.

1 Rahmen

 

Hermann Teltscher

Stacheldraht - Ausbeutung - Vernichtung: Deutsche Lager

Es ist viel über die deutschen Lager geschrieben worden, doch noch viel mehr wurde nicht geschrieben. Firmen und Gemeinden, die Nutznießer der Lager und ihrer Insassen waren, decken auch heute noch recht gerne eine Decke des Schweigens darüber. Meine Sammlung soll ein klein wenig aufhellen.

1 Rahmen

Ausstellungszeitraum vom 27.10. bis 17.11.2017

Hermann Teltscher

Der Rote Faden

Überlebenswillen und passiver Widerstand zog sich wie ein roter Faden durch alle Lager. Ob es sich um eigenes Lagergeld oder Lagerbriefmarken handelte oder um Sport-, Musik- oder Theatergruppen, man war bemüht, seine eigenen Kultur zu bewahren - und dies trotz Schikane und Terror.

Rahmen

 

Eva Zehenter

Türkei: Neue Spielregeln

Nach Schließung der Auslandspostämter wurde sämtliche Geschäfts- und Privatpost durch die türkische Landespost befördert. Mit Kriegseintritt Ende Oktober 1914 beherrschten der Krieg und die dadurch bedingten Zensurvorschriften das Postgeschehen maßgeblich.

Ein Feldpostdienst für die eigenen Truppen wurde organisiert, die Feldpost deutscher und österreichischer Soldaten, die Seite an Seite mit den Türken an mehreren Fronten kämpften, wurde anfangs durch die Deutsche Marine-Schiffspost und die Deutsche Militär-Mission, später auch durch deutsche und österreichi­sche Feldpost befördert.

Rahmen

 

Peter Batka

Vatikan - Die Heiligen Jahre

Das Heilige oder Jubeljahr geht auf eine jüdische Tradition zurück. In der katholischen Kirche soll das Heilige Jahr der inneren Erneuerung der Gläubigen dienen und wurde erstmals 1300 gefeiert. Zunächst fand ein Heiliges Jahr alle 100, später alle 50, dann alle 33 und schließlich alle 25 Jahre statt und außerdem zu besonderen Anlässen. Es beginnt mit dem Öffnen der Heiligen Pforten und endet mit deren Schließung. Elemente des Heiligen Jahres sind Pilgerfahrten nach Rom und zu den römischen Kirchen sowie zu den anderen zentralen Orten der Christenheit; außerdem das Durchschreiten der Heiligen Pforten und der Erwerb des vollkommenen Jubiläumsablasses, also einer Befreiung von zeitlichen Sündenstrafen. Traditionell finden in Rom zum Heiligen Jahr viele Sonderveranstaltungen statt. 

Das Exponat zeigt die Heiligen Jahre (und andere Jubeljahre) und die zur jeweiligen Zeit gewählten Päpste und eventuelle Ereignisse.

Rahmen

Ausstellungszeitraum vom 17.11. bis 07.12.2017

Bernd Aberer

"Illegale" europäische Grenzgänger

Wem ist so etwas nicht schon passiert?

Man schreibt aus dem Urlaubsort eine Ansichtskarte, frankiert sie portogerecht und vergisst dann, sie in den Briefkasten zu werfen oder im Hotel abzugeben. Erst bei der Rückfahrt aus dem Urlaub kommt sie plötzlich zum Vorschein. Also schnell in den nächsten Briefkasten am Straßenrand. Eine Urlaubskarte den Freunden und Verwandten zu Hause persönlich zu übergeben wäre ja zu dumm.

Während wir seit dem Abkommen von Schengen die innereuropäischen Grenzen ohne Passkontrollen kaum mehr wahrnehmen, gilt das für die Postsendungen nicht. Die portogerechte Frankatur aus dem Land A ist 100 m nach der Grenze im Land B nichts mehr wert. Die Ansichtskarte wird unfreiwillig zum "illegalen Grenzgänger". Sie gilt im Land B als "nicht frankiert" und wird von der dortigen Postverwaltung mit Nachporto belegt, welches der Empfänger zu zahlen hat. Nicht jeder freut sich dann noch über die Urlaubsgrüße.

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Erika Schmidt

Bekleidung für spezielle Aufgaben

Je nach Art der Aufgabe, verändert sich auch die Beschaffenheit und Funktion der Kleidung. Dies reicht von großer Hitze, Kälte und Nässe, bis zur Raumfahrt.

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Peter Batka

Einstein/Picasso - Der Mythos

Einstein und Picasso prägten zu Beginn des 20. Jahrhunderts Wissenschaft und Kunst. Sie gaben vielen Wissenschaftlern und Künstlern Impulse und Anregungen dort weiterzumachen, wo sie aufgehört haben oder nicht weitermachen wollten.

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Harald Staffler

Unendliche Geschichte: Die neue Zeitrechnung

Nachdem im Kaiserreich Österreich nach Einführung der Briefmarken das Postwesen stark expandierte, ergab sich die Notwendigkeit, neue Postämter einzurichten. Diese benötigten natürlich auch jeweils neue Stempel, sodass die Menge der zum Einsatz kommenden Stempelvarianten deutlich zunahm. Im vorliegenden Exponat werden ausschließlich Stempelabschläge gezeigt, welche nach Einführung der Briefmarken in Verwendung genommen wurden.

1 Rahmen

Ausstellungszeitraum vom 07. bis 29.12.2017

Hans Nägele

Die Sixtinische Kapelle

Die Sixtinische Kapelle ist nach Papst Sixtus IV. (1471-1484) benannt. Erbaut wurde die Kapelle von 1475-1483.

Vor 500 Jahren, am 1.11.1512 enthüllte Michelangelo seine monumentalen Deckenfresken in der Sixtinischen Kapelle in Rom (1508-1512). Was die Kollegen dem als Bildhauer berühmten Künstler gar nicht zugetraut hätten: er konnte auch malen - und wie!

Werke von Michelangelo, Deckenfresken und die Fresken an der Altarwand.

Fresken aus dem 15. Jahrhundert von Sandro Botticelli, Roselli und Pietro Perugino.

Die restaurierte Kapelle - der Triumph der Farben.

1 Rahmen

 

Franz Zehenter

Man richtet sich's: Die Dämonen sind unter uns

Es begann bereits in den frühen Mythologien, die Wüstenmönche kämpften im 4. Jahrhundert um die Formulierung. Dante Alighieri verpackte sie in eine „Göttlichen Komödie“ und führt uns durch die drei Jenseitsreiche mit den Sieben Todsünden im Fegefeuer. Es beginnt meist mit einer kleinen Sünde und entwickelt dann eine eigene Dynamik.

1 Rahmen

 

Eva Zehenter

Türkei: Endlich frei !

Die Genehmigung zur Einrichtung fremder Postanstalten im Osmanischen Reich geht auf verschiedene Friedens- und Handelsverträge, die sogenannten "Kapitulationen", zurück.

Verschiedene Versuche der Türkei über den Weltpostverein die fremden Postanstalten zu schließen, scheiterten. Dies war nur auf politischer Ebene zu lösen. Der 1. Weltkrieg bot dazu die beste Gelegenheit. Die türkische Regierung kündigte die Kapitulationsverträge und ordnete per 30. September 1914 die Schließung sämtlicher fremder Postanstalten an.

1 Rahmen

 

Harald Staffler

Unendliche Geschichte: Vielvölkerstaat - Völker, Kulturen und Ethnien

Zur Zeit der Einführung der Briefmarken in Österreich im Jahre 1850 war da Kaiserreich nicht nur nach Russland das größte Land Europas, sondern auch ein Vielvölkerstaat. Das Land mit den damals ca. 55 Millionen Einwohnern erstreckte sich von Bregenz im Westen bis nach Czernowitz in der heutigen Ukraine oder Kronstadt im heutigen Rumänien. Im Norden zählte Krakau in Polen oder Lemberg in der Westukraine genauso zum Staatsgebiet wie im Süden Ragusa, das heutige Dubrovnik. In diesem Exponat werden Stempel aus all diesen sogenannten Kronländern oder Distrikten gezeigt.

1 Rahmen

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